Was ist Rassehundezucht und warum ist sie wichtig?

Geschichtliches zur Rassehundezucht

Der Grundstein zur heutigen Rassehundezucht wurde bereits im 18. Jahrhundert gelegt. Damals entwickelten sich in England die Idee umzusetzen, für jede Jagdart einen anderen Hund zu verwenden. Die universell einsetzbare zusammengewürfelte Meute aus der Tudorzeit verschwand und passionierte Jäger begangen ihre eigenen Jagdhundvarianten zu züchteten. Dadurch entstanden zusätzlich zu den jagdlich und geländespezialisierten Hunden noch Lokalschläge.

Das erste stud book („Zuchtbuch“) für Rassehunde wurde 1873 vom englischen The Kennel Club (KC) herausgegeben. Heute ist die Fédération Cynologique Internationale (FCI) die größte internationale Dachorganisation für die Rassehundezucht. Sie legt Regeln zur Zucht fest und publiziert Festlegungen ihrer nationalen Mitgliedsorganisationen zu Rassestandards. In Deutschland koordiniert der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) die verschiedenen Rassehunde-Zuchtvereine.

Definition Rassehundezucht

Auf den Rassehund bezogen ist Zucht die kontrollierte Fortpflanzung einer Rasse mit dem Ziel, gewünschte Eigenschaften zu verstärken und unerwünschte Eigenschaften durch entsprechende Zuchtauslese zu unterdrücken bzw. zu miniminieren.

Wer also gesunde und rassetypische Hunde züchten möchten, muss sich sehr intensiv mit der Vererbungslehre befassen. Jede Lebewesen ist das Produkt aus vererbbaren Faktoren und Umwelteinflüssen ist.

Eine planmäßige Züchtung versucht, eine bestimmte Rasse nicht nur zu vermehren, sondern positive Ureigenschaften zu erhalten und zu stärken. Um jedoch etwas verbessern zu können, muss der Züchter einen möglichst genauen Überblick darüber erwerben, was als besonders gut bzw. besonders schlecht für eine Rasse festgelegt ist.

Als Leitfaden zur Rassezucht dient der jeweils durch den FCI festgeschriebene Rassestandard. Als Rassestandard bezeichnet man in der Zucht von Rassehunden, die von Zuchtverbänden definierten und festgeschriebenen, charakteristischen Merkmale einer Rasse, die als Zuchtziel angestrebt werden. Der Rassestandard bezieht sich in erster Linie auf den Phänotyp, mittlerweile aber auch auf den Genotyp. Sein Ziel ist es, das Aussehen eines idealen Vertreters der dargestellten Rasse zu beschreiben.